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Ausstellung über die Geschichte der Virgilkapelle Die Entdeckung der Virgilkapelle erfolgte 1973 im Zuge der Errichtung der U-Bahn-Station Stephansplatz. Der 10,5 m lange und 6 m breite Raum dessen Fußbodenniveau etwa 12 m unter dem heutigen Platz liegt dürfte aus der zeit um 1230-46 stammen und war vielleicht von den Babenbergern als Grablege des Hl. Kolomann vorgesehen. Nach dem Tode Friedrich des Streitbaren dürfte nach 1288 der Bau in den Besitz der Wiener Kaufmannsfamilie Chrannest gelangt sein, die ihn in der Folge als Grablege nutzte und mit Altären, darunter einem des Hl. Virgil, ausstattete.. Um 1300 wurde ein neuer Karner zwischen die beiden Geschosse der Kapelle eingeschoben und im 14. Jahrhundert die oberirdische Kapelle durch einen Chorbau nach Osten erweitert und erscheint von da an als Magdalenenkapelle (Grundriss im Straßenpflaster der Oberfläche). Seit dem Beginn des 16. Jahrhunderts war die Virgilkapelle Sitz der Gottesleichnams- und der Kaufmannsbruderschaft und diente im 16. und 17. Jahrhundert wieder als Grabstätte, mit der Zerstörung und dem Abriss der Magdalenenkapelle 1781 wurde auch der unterirdische Raum aufgegeben. |
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